Das Kennenlerngespräch mit dem Hochzeits-DJ ist der Moment, in dem aus einem Namen auf einer Website ein Mensch wird. Ihr seht, wie jemand redet, ob er zuhört und ob er eure Musik versteht. Nach einer Stunde wisst ihr meistens, ob ihr diesem Menschen euren Hochzeitsabend anvertrauen wollt.
Bei mir ist dieses Gespräch kostenlos, dauert etwa 60 Minuten und findet in der Regel per Videoanruf statt. Ihr müsst dafür nicht nach Bremerhaven fahren, und ich muss nicht zu euch. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Minuten Vorbereitung hineinzustecken.
In diesem Beitrag erkläre ich, wie das Gespräch bei mir abläuft, was ihr vorher überlegen solltet, welche Fragen ihr stellen könnt und was danach passiert. Damit ihr aus der Stunde so viel wie möglich mitnehmt.
Wie ihr zum Gespräch kommt
Am Anfang steht eure Anfrage. Über das Formular auf meiner Website gebt ihr euer Hochzeitsdatum und die Location ein, dazu ein paar Wünsche. Innerhalb von 48 Stunden sage ich euch, ob das Datum noch frei ist.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr direkt nach dem Absenden einen Termin für das Kennenlerngespräch auswählen. Ihr könnt diesen Schritt auch überspringen, dann schreibe ich euch und wir finden gemeinsam einen Termin. Viele Paare melden sich abends, wenn beide Zeit haben. Das passt mir gut, weil ich am Wochenende meistens auf Hochzeiten stehe.
Für den Videoanruf habt ihr die Wahl: Google Meet, FaceTime oder Jitsi. Alle drei sind kostenlos, ihr braucht kein eigenes Konto. Ihr bekommt vorher eine Terminbestätigung mit dem Link.
Warum per Video und nicht vor Ort
Ein Treffen vor Ort kostet für beide Seiten schnell einen halben Tag, mit Anfahrt, Parkplatzsuche und Café. Weil ich im ganzen Nordwesten auflege, von Cuxhaven bis Oldenburg, und gelegentlich auch weiter weg, ist das Video für die meisten Paare die bessere Lösung.
Ihr sitzt bequem zu Hause, könnt nebenbei eure Notizen anschauen und müsst keinen Babysitter organisieren. Ich sehe euch trotzdem und merke, worauf ihr reagiert. Wenn ihr lieber persönlich sprechen wollt, sagt es mir, dann schauen wir, ob sich das einrichten lässt.
Was ihr vorher überlegen solltet
Ihr müsst nicht alles wissen. Viele Paare haben beim Kennenlerngespräch noch keinen Ablauf und keine Playlist, das ist völlig normal. Ein paar Dinge helfen mir aber, euch schnell richtig einzuschätzen.
Die Eckdaten
- Datum und Location, wenn schon fest
- Ungefähre Gästezahl
- Bis wann gefeiert werden darf, falls die Location eine Sperrstunde hat
- Ob ich nur die Party spiele oder auch Trauung und Dinner begleite
Eure Musik
Überlegt euch drei Songs, die auf eurer Hochzeit auf keinen Fall fehlen dürfen. Und einen Song oder eine Richtung, die auf keinen Fall laufen soll. Damit kann ich mehr anfangen als mit „wir hören alles“.
Wenn ihr aus der Welt von Hip Hop, RnB, Dancehall, Afrobeats oder Latino kommt, sagt es gleich am Anfang. Das ist mein Zuhause, und dann wird das Gespräch ziemlich schnell sehr konkret.
Eure Gäste
Wer kommt? Viele junge Freunde, viel Familie, Kollegen? Gibt es Gäste mit anderen kulturellen Wurzeln, deren Musik einen eigenen Moment bekommen soll? Gibt es eine Oma, die unbedingt einmal tanzen will? Solche Details erzählen mir mehr über euren Abend als jede Genre-Liste.
Was ich euch im Gespräch frage
Ich habe keinen Fragebogen, den ich abarbeite. Aber ein paar Themen kommen fast immer vor.
- Wie ihr euch kennengelernt habt und welche Musik dabei eine Rolle gespielt hat.
- Wie ihr euch den Abend vorstellt: eher entspannt mit Gesprächen oder Party bis zum Schluss.
- Was euch auf Hochzeiten, auf denen ihr selbst Gast wart, gefallen hat und was nicht.
- Welche Programmpunkte geplant sind, etwa Reden, Spiele oder ein Eröffnungstanz.
- Was ihr über die Location schon wisst, etwa Raumgröße oder Lautstärkegrenzen.
Die dritte Frage ist meine liebste. Wenn ein Paar sagt „Auf der Hochzeit meiner Schwester lief drei Stunden Discofox, das wollen wir auf keinen Fall“, weiß ich mehr als nach jeder Wunschliste.
Welche Fragen ihr mir stellen solltet
Das Kennenlerngespräch ist keine Einbahnstraße. Ihr sollt prüfen, ob ich zu euch passe. Diese Fragen kann ich jedem Paar empfehlen, egal bei welchem DJ.
Zur Musik
- Wie gehst du vor, wenn die Tanzfläche leer bleibt?
- Spielst du nach Playlist oder mischst du live?
- Wie gehst du mit Musikwünschen von Gästen um?
- Kannst du uns einen Mitschnitt von einer echten Feier zeigen?
Die letzte Frage ist wichtiger, als sie klingt. Ein sauberer Studio-Mix sagt wenig darüber, wie jemand auf einer echten Hochzeit reagiert. Ein Mitschnitt vom Abend zeigt es.
Zur Technik
- Welche Anlage bringst du mit, und passt sie zu unserem Raum?
- Gibt es ein Mikrofon für Reden und Ansagen?
- Wie lange brauchst du für Auf- und Abbau?
Bei mir dauert der Abbau nach dem letzten Song anderthalb bis zwei Stunden. Das klingt lang, ist aber bei Ton und Licht für einen Saal normal. Klärt mit der Location, ob das so geht. Mehr dazu steht im Beitrag über Technik-Fragen an die Location.
Zur Absicherung
- Was passiert, wenn du krank wirst?
- Was steht im Vertrag zur Spielzeit und zur Verlängerung?
- Wie ist die Anfahrt geregelt?
- Wann ist welche Zahlung fällig?
Bei mir springt im Notfall ein erfahrener DJ-Kollege ein. Ausfälle sind selten, aber ich halte nichts von der Antwort „ich werde nie krank“. Eine ausführliche Liste mit Fragen vor der Unterschrift findet ihr in den 7 wichtigen Fragen vor dem Vertrag.
Und der Preis?
Viele Paare wollen im Gespräch zuerst wissen, was es kostet. Das verstehe ich. Eine Zahl nenne ich trotzdem erst, wenn ich weiß, was ihr braucht. Meine Preise sind individuell und hängen von Spielzeit, Technik und Location ab.
Nach dem Kennenlerngespräch bekommt ihr deshalb ein schriftliches Angebot mit Festpreis. Die Anfahrt steht darin schon drin, eine Kilometerpauschale, die nachträglich auf der Rechnung auftaucht, gibt es bei mir nicht. Wie Hochzeits-DJs in Deutschland allgemein kalkulieren und welche Spannen üblich sind, steht im Kosten-Ratgeber.
Woran ihr merkt, dass es passt
Am Ende des Gesprächs solltet ihr ein gutes Gefühl haben. Ein paar Zeichen, auf die ihr achten könnt:
- Der DJ hat mehr gefragt als erzählt.
- Er hat eure Musik verstanden, ohne dass ihr jeden Song erklären musstet.
- Er hat auch gesagt, was nicht geht.
- Ihr könnt euch vorstellen, dass er mit eurer Familie klarkommt.
Den dritten Punkt meine ich ernst. Ich sage im Gespräch offen, wenn ich nicht der Richtige für euch bin. Wenn ihr zum Beispiel einen DJ sucht, der den ganzen Abend Schlager und Discofox spielt, gibt es Kollegen, die das mit mehr Herzblut machen als ich. Lieber sage ich das vorher, als dass ihr am Hochzeitsabend enttäuscht seid.
Was nach dem Gespräch passiert
Wenn wir beide ein gutes Gefühl haben, geht es so weiter:
- Angebot: Ihr bekommt ein persönliches Angebot mit Festpreis per Mail. Wenn ihr zwischen Varianten schwankt, etwa mit oder ohne Trauung, stelle ich euch Pakete zur Auswahl zusammen.
- Annahme und Vertrag: Ihr nehmt das Angebot online an. Danach bekommt ihr den Vertrag, den ihr digital unterschreibt.
- Anzahlung: Mit der Anzahlung ist euer Datum fest reserviert.
- Planung: In eurem persönlichen Paarportal tragt ihr nach und nach Musikwünsche, Ansprechpartner und den Tagesablauf ein.
- Letzte Abstimmung: Kurz vor der Hochzeit gehen wir alles noch einmal durch, damit am Tag nichts offen ist.
Ihr müsst nach dem Kennenlerngespräch nicht sofort zusagen. Nehmt euch Zeit, vergleicht in Ruhe und sprecht noch einmal zu zweit darüber, wie sich das Gespräch angefühlt hat. Gute Samstage in der Hochzeitssaison sind allerdings oft früh vergeben, deshalb lohnt es sich nicht, zu lange zu warten.
Wenn ihr mehrere DJs vergleicht
Viele Paare sprechen mit zwei oder drei DJs, bevor sie sich entscheiden. Das ist vernünftig. Damit der Vergleich fair ist, achtet darauf, dass ihr wirklich dieselben Leistungen nebeneinanderlegt.
Ein Angebot mit Stundensatz sieht auf den ersten Blick oft günstiger aus als ein Festpreis. Rechnet aber durch, was passiert, wenn die Party eine Stunde länger geht als geplant. Fragt, ob Anfahrt, Auf- und Abbau im Preis enthalten sind oder extra berechnet werden. Und schaut genau hin, welche Technik zum Angebot gehört. Eine kleine Anlage reicht für 40 Gäste in einer Scheune, für 150 Gäste in einem großen Saal nicht.
Genauso wichtig wie die Zahlen ist das Gefühl. Mit wem habt ihr gern gesprochen? Wer hat eure Musik sofort verstanden? Wer hat Fragen gestellt, an die ihr selbst noch nicht gedacht hattet? Der DJ steht an eurem Hochzeitstag oft acht oder neun Stunden im Mittelpunkt, länger als fast jeder andere Dienstleister. Ihr solltet ihm vertrauen, auch wenn ihr ihn bis dahin nur aus einem Videoanruf kennt.
Wenn ihr nach dem Gespräch noch Fragen habt, schreibt mir einfach. Viele Paare melden sich mit einer Kleinigkeit, die ihnen erst hinterher eingefallen ist. Dafür ist niemand zu spät dran.
Häufige Fragen zum Kennenlerngespräch
Kostet das Kennenlerngespräch etwas?
Nein. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich, auch wenn ihr euch danach für jemand anderen entscheidet.
Müssen wir beide dabei sein?
Es ist schöner, wenn ihr beide dabei seid, weil ich dann beide Musikgeschmäcker kennenlerne. Wenn es terminlich nicht klappt, geht es auch mit einem von euch.
Was, wenn wir noch keine Location haben?
Dann sprechen wir trotzdem. Oft hilft das Gespräch sogar bei der Suche, weil ich viele Locations im Nordwesten kenne und sagen kann, worauf ihr bei der Technik achten solltet.
Wie lange vorher sollten wir das Gespräch führen?
Am besten zwölf bis 18 Monate vor der Hochzeit, sobald Datum und ungefähre Location feststehen. Für Hochzeiten außerhalb der Hauptsaison geht es oft auch kurzfristiger.
Lernt mich kennen
Ein Kennenlerngespräch ist die einfachste Art herauszufinden, ob wir zusammenpassen. Eine Stunde, ein Videoanruf, keine Verpflichtung.
Wenn ihr in Bremerhaven, Bremen, Oldenburg, Cuxhaven oder sonst im Nordwesten heiratet und euch auf eurer Hochzeit Hip Hop, RnB, Dancehall, Afrobeats und Latino neben den Klassikern für die Familie wünscht, schreibt mir eure Anfrage. Mehr über mich und wie ich auflege, steht auf der Seite Hochzeits DJ.





